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Geschichte
des Bauhaus
Zentrum
dieses Stils wurde das Bauhaus in Weimar, wo Walter Gropius (1883
– 1969) das Macht- vakuum der unmittelbaren Nachkriegszeit ausnützend,
durch geschicktes Verhandeln eine in dieser Art einzigartige Kunstausbildungsinstitution
erschuf.
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Trotz
ihres kaum mehr als zehnjährigen Bestehens erneuerte
das Bauhaus die Welt des Designs von Grund auf und
kann in seinen Auswirkungen kaum überschätzt werden.
Nach einer noch immer von der Arts-and-Crafts-Bewegung
inspirierten handwerklichen Anfangsphase entwickelte
Gropius hier eine Ausbildungsstätte für modernes
Industriedesign, an der der Ungar Marcel Breuer
(1902-1981), seine berühmten Stahlrohrstühle baute,
Wilhelm Wagenfeld (1900–1990) die Bauhaus-Lampe
kreierte.
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Mit
der Weißenhofausstellung von 1927, die Mies van der Rohe (1886–1969)
leitete und auf der moderne Architektur und modernes Design in beispielhafter
Weise einer Öffentlichkeit vorgestellt wurden, erreichte der Modernismus
einen Höhepunkt, der jedoch auch Widerstand provozierte.
Viele
Menschen fühlten sich von der raschen Entwicklung in Kunst, Technik,
Design, Architektur und Zeitgeist förmlich überrollt. Handwerker
sahen ihre Existenz gefährdet. Und in der Weltwirtschaftkrise, die
mit dem Schwarzen Freitag 1929 anhob, schlug die euphorische Stimmung
der 20er Jahre jäh in ihr Gegenteil um. Nicht nur in Deutschland,
wo Nazis 1933 die Macht über- nahmen, sondern in ganz Europa und
den USA regte sich nun ein konservativer bis reaktionärer Geist.
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Dazu
passte, dass der Finne Alvar Aalto ( 1898 – 1976)
Schichtholzmöbel entwarf, die zwar in ihrer Formgebung
kühn, in ihrer Materialwahl aber das inzwischen
fast obligatorische Stahlrohr vermieden. Viele Bauhäusler
sahen sich angesichts der zunehmend bedrohlichen
Situation in Deutschland gezwungen, das Land zu
verlassen.
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Einige
emigrierten zunächst nach England und später in die USA, wo u.a.
Walter Gropius und Mies van der Rohe als Lehrer großen Einfluss
ausübten.
In
den 30er Jahren hatte sich in den USA, die in der Industrialisierung
und Mechanisierung, u.a. des Haushalts führend war, die formale
Mode der Stromlinienform durchgesetzt. Diese suggerierte einerseits
auch bei statischen Objekten Geschwindigkeit, war zum anderen aber
auch leicht zu reinigen. Chrom ersetzte das teure Silber, glänzte
ebenso und lief nicht an.
Schnell
hatten die Amerikaner erkannt, dass ein attraktives Design ein gewichtiges
Verkaufsargument sein konnte. So entwickelte sich in diesem ausgehenden
Art-deco-Zeitalter der Beruf des Industriedesigners. Der Berühmteste
unter ihnen wurde der aus Frankreich eingewanderte Raymond Loewy
(1893 – 1986), dessen Buchtitel “Hässlichkeit verkauft sich
schlecht“ (1951) zum geflügelten Wort avancierte. Nicht selten wurde
ihm und seinen Kollegen der Vorwurf des Styling gemacht, d. h. man
warf den amerikanischen Produkten nicht zu Unrecht vor, dass sie
die technische und funktionale Seite zugunsten eines gefälligen
Äußeren vernachlässigten und damit im Grunde die strengen Ideale
des funktionellen Designs verrieten.
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Doch
Amerika war in den 30er und 40er Jahren, als Europa
von den Schrecken des Faschismus und des Zweiten
Weltkrieges in Atem gehalten wurde, nicht nur Heimat
des massenhaften Industrie-Stylings, das seine berühmtesten
Exponenten in den Straßenkreuzern der 50er Jahre
erleben sollten.
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Vielmehr
entwickelte sich durch Zusammenarbeit bemerkenswerter Institutionen
und kühner Unternehmen das führende Design dieser Zeit, das neben
deutschen Einflüssen vor allem skandinavische Wurzeln aufwies: Eliel
Saarinen war 1923 in die USA eingewandert und hatte dort 1927 von
einem Zeitungsmagnaten den Auftrag erhalten, eine Schule für Design
zu bauen und zu leiten, die Cranbrook Academy of Art, in der großartige
Designer wie sein Sohn Eero Saarinen
(1910–1961),
Harry Bertoina (1915–1978) und Charles Eames (1907–1978) wichtige
Anregungen erhielten.
Das
Museum of Modern Art in New York unterhält heute die weltweit berühmteste
Abteilung für Design und veranstaltete wichtige Ausstellungen und
wegweisende Wettbewerbe, wie z.B. die “Organie Design in Home Furniture“
von 1940, den Charles Eames in Zusammenarbeit mit Eero Saarinen
gewann. Sie vermarkteten ihre Entwürfe über die Firmen Herman Miller
und Knoll.
Gerade
die „Modernen Klassiker“ wie Le Corbusier, Marcel Breuer oder Ludwig
Mies van der Rohe sind gefragter denn je und haben auch heute noch
einen nachhaltigen Einfluss auf Architektur, Kunst und Lebensart.

Walter
Gropius, 1883-1969
1903
begann er in München Architektur zu studieren, ab 1907 war er Assistent
bei Peter Behrens in Berlin, 1910 eröffnete er zusammen mit Adolf
Meyer ein eigenes Büro. Auf Empfehlung von Henry van de Velde wurde
er 1918 Direktor der Kunstgewerbeschule und der Hochschule für bildende
Kunst in Weimar, 1919 Direktor des Staatlichen Bauhauses in Weimar.
1926 zog er mit dem Bauhaus in Dessau um, das er 1928 verließ. Nach
der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigrierte er über
England in die USA und wurde 1937 Professor für Architektur in Harvard.
1946 gründete er das Architekturbüro “The Architects Collaborative“.
Wichtige
Arbeiten: die Faguswerke in Alfeld an der Leine, 1910-11; die Musterfabrik
für die Werkbundausstellung in Köln 1914; die Bauhausgebäude in
Dessau, 1925-26; die Siedlung Siemensstadt in Berlin, 1926-30; das
Harvard Graduate Center, Cambridge/Mass., 1949-50.

Alvar
Aalto, 1898-1976
Nach
dem Architekturstudium an der Technischen Hochschule von Helsinki
arbeitete Aalto in verschiedenen schwedischen Architekturbüros.
1927 eröffnete er ein eigenes Büro in Turku, das er 1934 nach Helsinki
verlegte. Mitte der 30er Jahre gründete er die Firma Artek, die
seine Möbel produzierte. 1940 wurde er zum Professor der Architekturfakultät
am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge ernannt. Aalto
stellte mehr als 200 Bauten und Entwürfe fertig, darunter eine Reihe
größerer Aufträge für Bürgerzentren, Bibliotheken, Universitätsgebäude,
Krankenhäuser und Fabriken.
Wichtige
Arbeiten: Sanatorium in Paimio, Südwest-Finnland, 1929-33; die Stadtbibliothek
im ehemals finnischen Pavillon auf der Weltausstellung in New York,
1938-39; das Studentenwohnheim Baker-House in Cambridge/Mass., 1947-48;
das Objekt 16 für die “Interbau“ in Berlin, 1955-57.

Harry
Bertoia, 1915-1978
Bertoia
wurde in Italien geboren und wanderte 1930 mit dem Vater in die
USA aus. 1936 machte er seinen Abschluss in den Fächern Bildhauerei
und Malerei an der Technical High School in Detroit und bekam ein
Stipendium an der Cranbrook University in Birmingham/Michigan, wo
er zwischen 1939 und 1943 im Fach Metallarbeiten unterrichtete.
1943 übersiedelte er nach Kalifornien und arbeitete dort zusammen
mit Charles und Ray Eames an Möbelentwürfen. Seit den frühen 50er
Jahren beschäftigte er sich vor allem mit Metallplastiken.

Marcel
Breuer, 1902-1981
Der
Ungar ging 1920 nach Österreich, um an der Wiener Kunstakademie
Malerei zu studieren. Im gleichen Jahr schrieb er sich als Student
am Bauhaus ein und leitete dort ab 1925 die Werkstatt für Tischlerei.
1928 eröffnete er ein Architekturbüro in Berlin. 1935 ging er nach
London, zwei Jahre später mit Walter Gropius in die Vereinigten
Staaten, wo die beiden bis 1941 gemeinsam arbeiteten. Bis 1946 lehrte
Breuer auch an der Architekturabteilung der Harvard University eröffnete
danach ein Büro in New York.
Wichtige
Arbeiten: Mehrfamilienhäuser in Doldertal bei Zürich, 1935-36; das
UNESCO-Gebäude in Paris, an dem er 1952-58 mit Pier Luigi Nervi
und Bernhard Zehrfuss arbeitete; das Whitney Museum of American
Art in New York, 1966; das IBM-Laboratorium in La Gaude in Frankreich
und Boca Raton in Florida.

Charles
Eames, 1907-1978
Eames
studierte an der Washington University in St. Louis Architektur
und eröffnete 1930 sein erstes Büro. 1936 ging er an die Cranbrook
University in Michigan und arbeitete Ende der 30er Jahre im Büro
von Eliel Saarinen. Mit seiner Frau Ray übersiedelte er 1941 nach
Kalifornien, wo die beiden die “Plyformed Products Company“ gründeten
und erfolgreich neue Formen und Herstellungsverfahren im Möbelbau
erprobten. Später drehten sie auch Filme, unter anderem für I.B.M.
und die US-Regierung, entwarfen Spielzeug und gestalteten Ausstellungen,
zum Beispiel den amerikanischen Beitrag für die Weltausstellung
in Moskau 1959.

Eileen
Gray, 1879-1976
Sie
studierte ab 1898 an der Slade School of Art in London und erlernte
in der Werkstatt von D. Charles die Technik orientalischer Lackarbeiten.
1902 ging sie nach Paris und setzte ihr Kunststudium an der Académie
Colarossi und der Académie Julian fort. Beim japanischen Meister
Sugawara vervollkommnete sie ihre Kenntnisse der Lacktechnik. Ihre
ersten Erfolge als Designerin und Inneneinrichterin hatte sie Anfang
der 20er Jahre mit einigen vielbeachteten Interieurs. Um 1925 begann
sie mit Stahlrohr im Möbelbau zu experimentieren und wandte sich
der Architektur zu. Mit Jean Badovici baute sie einige wenige Villen,
mehrere Projekte blieben unausgeführt. Sie wird heute zu den bedeutendsten
Möbeldesigner des 20. Jahrhunderts gerechnet.
Eckart
Muthesius, 1904-1989
Der
Sohn von Hermann Muthesius wurde selbst ein bedeutender Architekt
und Designer, dem mit dem Palast für den Maharadscha von Indore
sein großer Wurf gelang. Das Schloss gilt als eines der bedeutendsten
Gesamtwerke des Art deco.

Josef
Hofmann, 1870-1956
Hoffmann
studierte an der Staatsgewerbeschule in Brünn und von 1892 bis 1895
an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Karl von Hasenauer
und Otto Wagner, in dessen Atelier er später mitarbeitete. 1899
bis 1936 war er Professor an der Kunstgewerbeschule in Wien, 1897
Mitinitiator der Wiener Secession, die er 1905 mit der Klimt-Gruppe
wieder verließ. 1903 gründete Hoffmann zusammen mit Koloman Moser
die Wiener Werkstätte und blieb deren künstlerischer Leiter bis
1932. Von 1907 bis 1912 war er Vorsitzender des Österreichischen
Werkbundes.
Wichtige
Arbeiten: die Häuser Moser, Moll, Henneberg und Spitzer auf der
Hohen Warte in Wien, Anfang des Jahrhunderts; das Sanatorium in
Purkersdorf bei Wien, 1903; das Palais Stoclet in Brüssel, 1905-1911;
der Ausstellungspavillon für die Biennale in Venedig, 1934.

Arne
Jacobsen, 1902-1971
Nach
einer Maurerlehre erhielt er seine Ausbildung zum Architekten an
der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen, an die er später als
Professor berufen wurde. Als unabhängiger Designer gestaltete er
Möbel, Bestecke, Leuchten und Textilien, die mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet wurden und dem dänischen Design zu internationaler
Anerkennung verhalfen. Als Architekt baute er Wohnhäuser, Schulen,
Fabriken, Hotels und Verwaltungsgebäude.

Le
Corbusier, 1887-1965
Der
Schweizer Charles-Edouard Jeanneret-Gris führte seit den 20er Jahren
den Künstlernamen Le Corbusier. In La-Chaux-de-Fonds besuchte er
ab 1901 die Kunstschule, wo er zum Graveur ausgebildet wurde. 1908-09
arbeitete er bei Auguste Perret in Paris, 1910-11 bei Peter Behrens
in Berlin. 1917 ließ er sich in Paris nieder und gab 1920 zusammen
mit dem Maler Amédée Ozenfant die erste Ausgabe der Zeitschrift
“L’Esprit Nouveau“ heraus. 1921 veröffentlichte er darin sein Manifest
“
Une maison est une machine à habiter“. 1922 begann die Bürogemeinschaft
mit seinem Vetter Pierre Jeanneret, der sich später Charlotte Perriand
anschloss. Le Corbusier war Gründungsmitglied der U.A.M., wurde
französischer Staatsbürger und führte nach 1945 ein eigenes Architekturbüro
in Paris.
Wichtige
Arbeiten: der Pavillon “L’Esprit Nouveau“ auf der internationalen
Ausstellung in Paris, 1925; zwei Häuser in der Weißenhofsiedlung
in Stuttgart, 1927; die Villa Savoye in Poissy, 1929-31; die Unité
d’habitation in Marseille, 1947-52; die Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut
in Ronchamp, 1950-54; Regierungsbauten in Chandigarh, Indien, 1952-64.

Charles
Rennie Mackintosh, 1868-1928
Er
besuchte von 1877-84 die Alan Glen’s High School und danach Abendkurse
an der School of Art in Glasgow. Er lernte bei dem Architekten John
Hutchinson und war ab 1889 Zeichner bei der Firma John Honeyman
& Keppie in Glasgow. 1904 wurde er Partner dieser Firma. 1900
heiratete er Margaret Macdonald, eine Absolventin der Glasgower
School of Art, mit der er eng zusammenarbeitete. Ab 1923 widmete
er sich vor allem der Malerei.
Wichtige
Arbeiten: die neuen Gebäude für die Kunstschule in Glasgow, 1897-1909;
das Hill House in Helensburgh, 1903; Tea Rooms in Glasgow, 1897-1911

Ludwig
Mies v. d. Rohe, 1886-1969
Er
begann als Zeichner von Stuckornamenten bei einem Architekten in
Aachen. 1905 ging er nach Berlin und wurde Mitarbeiter des damals
schon renommierten Gestalters Bruno Paul, 1908 Zeichner im Büro
von Peter Behrens. Ab 1911 arbeitete er als selbständiger Architekt.
1926-32 war er Vizepräsident des Deutschen Werkbundes und hatte
1925-27 die Gesamtleitung bei Planung und Bau der Weißenhofsiedlung.
1930-33 leitete er als Direktor das Bauhaus in Dessau, das 1932
unter dem Druck Rechtsradikaler geschlossen wurde und danach als
Privatinstitut in Berlin nur noch wenige Monate weiterbestehen konnte.
1938 emigrierte Mies, der seit den 20er Jahren den Künstlernamen
van der Rohe führte, in die USA und wurde Direktor der Architekturabteilung
des Illinois Institute of Technology in Chicago. Daneben unterhielt
er ein eigenes Architekturbüro.
Wichtige
Arbeiten: der deutsche Pavillon für die internationale Ausstellung
in Barcelona, 1928-29; sein Beitrag zur Deutschen Bauausstellung
in Berlin 1931; die Villa Tugendhat in Brünn, 1928-30; das Seagram
Building in New York, 1954-58; die Neue Nationalgalerie in Berlin,
1962-68.

Gerrit
Rietveld, 1888-1964
Er
lernte in der Schreinerwerkstatt seines Vaters in Utrecht. 1906-1911
war er Zeichner bei einem Juwelier. Danach machte er sich als Tischler
selbstständig. Rietveld besuchte Kurse für Architektur bei P.J.
Klaarhamer, einem Architekten aus Berlages Umkreis, dessen Mitarbeiter
er später wurde. Über Robert van’t Hofft kam er zur De-Stijl-Bewegung,
der er bis zu ihrer Auflösung angehörte.

Mart
Stam, 1899-1986
Nach
seiner Ausbildung an der Rijksnormaalschool voor Tekenonderwijs
in Amsterdam war Stam zwischen 1919 und 1925 Mitarbeiter von verschiedenen
Architekten in Amsterdam, Rotterdam, Berlin und Zürich. Der Schwerpunkt
seiner Tätigkeit lag weniger beim Einzelbauwerk als bei der Stadtplanung.
Er arbeitete auf diesem Gebiet von 1930 bis 1934 in der Sowjetunion,
von 1941 an in Rotterdam und nach 1949 in Dresden. 1948-1950 war
er Direktor der Akademie der Bildenden Künste in Dresden und 1950-53
Direktor der Kunstakademie in Berlin-Weißensee. Stams Ruf als Möbelentwerfer
basiert auf seinem hinterbeinlosen Stuhl von 1926.

Frank
Lloyd Wright, 1869-1959
Nach
einem zweijährigen Studium an der Ingenieurschule der Wisconsin
University in Madison arbeitete Wright von 1888 bis 1893 im Architekturbüro
von Louis Sullivan. Schon während dieser Zeit baute er zahlreiche
Häuser in eigener Regie und richtete sich ein Atelier in Oak Park,
einem vornehmen Vorort Chicagos, ein. Hier projektierte er später
seine “Prairie Houses“. 1909 reiste er nach Europa und wurde über
eine Ausstellung in Berlin und sein Buch “Ausgeführte Arbeiten und
Entwürfe“ zu einem wichtigen Anreger für Architekten wie Walter
Gropius und Mies van der Rohe. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten
Staaten 1911 gründete er in Wisconsin die Gemeinschaft von Spring
Green, sein Haus “Taliesin“ wurde zur Architektenschule.
Wichtige
Arbeiten: das Coonley House in Riverside, Illinois, 1907-11; das
Robie House in Chicago, 1907-09; das Larkin Building in Buffalo,
1904; das Wohnhaus Fallinwater, Bear Run, Pennsylvania, 1936; das
S.C. Guggenheim Museum in New York, 1943-46, 1956-59.

Verner
Panton, *1926
Dänischer
Designer und Innenarchitekt. Studium in Kopenhagen, Mitarbeiter
bei Arne Jacobsen, seit 1955 in der Schweiz. Berühmt für seinen
Freischwinger aus Plastik. Seine Innenausstattungen um Spiegelgebäude
sind typisch für den Stil um 1970.

Eero
Saarinen, 1910-1961
Bedeutender
amerikanischer Architekt und Möbeldesigner. Sohn von Eliel Saarinen.
Studium der Bildhauerei und Architektur. Arbeitete im Büro seines
Vaters mit und unterrichtete in Cranbrook. Ab 1943 Möbelentwürfe
für Knoll. Experimente mit Fiberglas. Sein größter Erfolg war Womb
Chair, eine Ikone der 50er Jahre. Mit der Tulpen-Serie (1953-1956)
nahm er den Futurismus der 60er Jahre vorweg. Vielbeachtete Architekturprojekte,
darunter der 1948 entworfene und 1964 eingeweihte Gateway Arch und
der John-F.-Kennedy-Flughafen.

Philippe
Starck, *1949
Französischer
Designstar der 80er Jahre. In Paris zum Designer ausgebildet, gründete
er als 20jähriger eine Firma für aufblasbare Hütten. 1971 Artdirector
bei Pierre Cardin. Wurde bekannt durch Einrichtungen von Lokalen,
Cafés und den Auftrag, den Amtsitz von Präsident Mitterrand auszustatten.
Auch als phantasievoller Architekt tätig.
Shaker
Die
amerikanische Glaubensgemeinschaft, die vor allem im 19. Jahrhundert
regen Zulauf hatte, erhielt ihren Namen durch die schüttelnden Tänze
bei ihren Gemeinschaftsveranstaltungen. Die Shaker lebten zölibatär
und entwickelten einen eigenen Stil der Lebensführung, deren integraler
Teil ihre einfachen, funktionalen Möbel wurden, die sie auch für
den Verkauf herstellten.

Wilhelm
Wagenfeld,1900-1990
Dem
großen Mann des deutschen Glasdesigns gelang schon während seiner
Studienzeit am Bauhaus seine berühmte Bauhaus-Lampe. Ab 1935 leitete
er die Entwurfsabteilung der Vereinigten Oberlausitzer Glaswerke
in Weißwasser.
Präzisionsfaktor
Qualtität
Von
Bauhaus-Schülern wurde erwartet, sich nicht zwangsläufig auf eine
festgefahrene, akademisch erworbene Fähigkeit zu beschränken. Daher
arbeiteten die Studierenden während ihrer Ausbildung in den verschiedenen
Werkstätten der Hochschule, um die Einheit von Kunst und Praxis
zu verwirklichen und so individuelle, jedoch den hohen Anforderungen
der Lehranstalt entsprechende Objekte zu gestalten.
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Klar,
präzise, funktionell und schön – das waren die unmissverständlich
definierten Ansprüche der Bauhaus-Werkstatt an die
Künstler. Daraus entstanden schließlich die auch
heute noch hochmodernen Möbel mit ansprechendem
Charakter und unverkennbarer Optik. Durch die Verwendung
neu entdeckter Werkstoffe entfernte man sich Schritt
für Schritt von althergebrachtem, altspießbürgerlichem
Design und erfreute sich von nun an an ästhetischen
Wohnaccessoires, die mit der Zeit zu Symbolen eines
neuen Einrichtungsstils wurden.
Designer
wie Marcel Breuer oder Le Corbusier prägten das
Bauhaus-Bild mit am intensivsten. Gerade Marcel
Breuer als späterer Leiter der Möbelwerkstatt nahm
Einfluss auf seine Schüler. Er selbst hob klipp
und klar die kühle Eleganz in Verbindung mit geraden
Linien deutlich hervor. So zu erkennen u.a. bei
seinem „Sessel Wassily“ (entstanden 1925) oder dem
„Tisch Laggio“ (ebenfalls entstanden 1925).
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